Was ist Karate
Karate ist eine traditionelle japanische Kampfkunst, die Körper und Geist gleichermaßen schult.
Ursprünglich auf Okinawa entwickelt, kombiniert Karate präzise Techniken aus Schlag-, Tritt- und Blocktechniken mit innerer Ruhe, Disziplin und Achtsamkeit. Ergänzt wird dies bei uns noch zusätzlich durch gelegentliches Training von Fallschule und etwas Bodenkampf.
Durch regelmäßiges Training verbessert sich Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Konzentration. Gleichzeitig wachsen Selbstvertrauen, Respekt und innere Stärke.
Karate ist für jedes Alter geeignet und bietet einen ganzheitlichen Weg zu mehr Gesundheit, Ausgeglichenheit und Selbstsicherheit.
Bei Interesse an unserem Angebot, schreibt uns gerne für einen kostenlosen Probemonat unter: info@karate-dojo-sittensen.de

Die Geschichte des Karate
Karate hat seine Wurzeln auf Okinawa, der Hauptinsel der Ryukyu Inselgruppe südlich von Japan, die über Jahrhunderte ein eigenständiges Königreich bildete und ein kultureller Schmelztiegel zwischen China, Japan und Südostasien war. Durch diesen Austausch entwickelten sich auf Okinawa eigene Kampfkünste. Beeinflusst wurden diese vor allem von chinesische Quanfa-Techniken (Kung Fu) mit einheimischen okinawanischen Selbstverteidigungsformen wie dem okinawanischen Te.
Im 14.–16. Jahrhundert entstanden die Anfänge der Kampfkunst Karate auf Okinawa. Während des Waffenverbots unter der Herrschaft des japanischen Satsuma Clans trainierten die Einheimischen verstärkt waffenlose Techniken. Aus regionalen Stilen wie Shuri-Te, Naha-Te und Tomari-Te formten Meister auf Okinawa die Grundlagen des modernen Karate.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachte Gichin Funakoshi, der Vater des modernen Karate, die Kampfkunst nach Japan.
Dort entwickelte es sich weiter.
Es wurde mit Karate (leere Hand) ein einheitlicher Namen eingeführt und es erfolgten Anpassungen an das japanische Budō-System. Zum Beispiel, die heutigen Graduierungen wurden in dieser Zeit eingeführt. Vorher gab es nur die Aufteilung zwischen Meister und Schüler.
Zu dieser Zeit entstanden die großen Stilrichtungen wie
Shotokan (Funakoshi), Goju-Ryu (Miyagi), Wado-Ryu (Otsuka) und Shito-Ryu (Mabuni)
Karate veränderte sich Stück für Stück von einer Form der Selbstverteidigung und Kriegskunst hin zu einer Form der Persönlichkeitsentwicklung und zu einem Schul- und Wettkampfsport. Wobei auf Okinawa auch weiterhin noch ursprünglicher trainiert und mehr Wert auf die praktische Anwendung gelegt wird.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte Karate durch japanische Meister, die im Ausland lehrten, auf alle Kontinente.
Besonders in den USA und Europa entwickelte sich Karate schnell zu einer populären Kampfkunst.
Heute wird Karate in so gut wie allen Ländern der Welt trainiert wird, zählt Millionen aktiver Sportler, wird als gesundheitsfördernder Sport, zur Selbstverteidigung und als Kampfkunst geübt.
2020 wurde Karate dann bei den olympischen Spielen in Japan auch zum ersten mal olympisch.

Große Stilrichtungen
1. Shotokan
Einer der weltweit verbreitetsten Stilrichtungen ist das von Gichin Funakoshi gegründete Shotokan Karate. Stilgebend für Shotokan sind seine tiefen, stabilen Stände, klaren, geradlinigen Techniken und der Fokus auf starke Hüftrotation.
2. Goju-Ryu
Goju Ryu wurde von Chōjun Miyagi gegründet und ist geprägt durch das okinawische Naha-Te.
Wie der Name schon andeutet ist Goju eine Mischung aus harten (Go) und weichen (Ju) Techniken. Gekennzeichnet wird der Stil durch runde Bewegungen, Fokus auf Atemtechnik und viele Nahkampfelemente.
3. Wado-Ryu
Wurde von Hironori Otsuka gegründet.
Diesen Stil kennzeichnen starke Einflüsse aus dem Jiu-Jitsu. Ausweichbewegungen, fließende Schritte und Körperverlagerung lassen Wado-Ryu leicht, beweglich wirken und betont die Harmonie mit dem Angriff.
4. Shito-Ryu
Wurde von Kenwa Mabuni begründet.
Merkmale sind die Kombination aus harten und weichen Techniken und ein großes Repertoire an Techniken.
5. Kyokushin
Das von Masutatsu Oyama gegründete Kyokushin Karate, ist bekannt für Vollkontakt, intensive, kraftvolle Techniken, starke Tritte und Abhärtung.

Karate im Dôjô Sittensen
Wir im Karate Dôjô Sittensen trainieren Shotokan Karate und Meibukan Goju Ryu mit direkter Anbindung zur Yagi Familie in Okinawa.
Seit einiger Zeit reisen unsere Trainer auch fürs Training direkt nach Okinawa um dort bei den Meistern vor Ort Meibukan Goju Ryu Karate zu erlernen.
Für Interessierte bieten wir deshalb auch einmal die Woche Meibukan Goju Ryu Karate an.
Wir sind die ersten in Deutschland, die seit 2025 Meibukan Goju Ryu im regulären Training anbieten.
Karate
1. Kihon (Grundschle)
Kihon bedeutet „Grundschule“ und umfasst alle grundlegenden Techniken im Karate, wie Stände, Schlagtechniken, Tritte, Blocktechniken.
Hier werden Präzision, Körperkontrolle und kraftvoller, effizienter Einsatz der Techniken entwickelt.
Wir üben dabei ohne Partner, mit dem Partner und setzen auch Hilfsmittel wie Schlagpolster und Fokus Pads ein.
Padwork und Pressurtesting ist somit ebenfalls Teil unseres Trainings.
Kihon ist das Fundament, auf dem alles andere im Karate aufbaut.
2. Kata
Kata sind festgelegte Bewegungsabläufe, die den Kampf gegen imaginäre Gegner simulieren. Kata verbindet Technik, Rhythmus, Atmung und Kampfgeist. Im Shotokan Karate verfügt über 26 Kata und im Goju Ryu 12 Kata, die je nach Graduierung komplexer werden. Dazu kommen noch 5 Kata, die nur im Meibukan gelehrt werden und von der Yagi Familie persönlich abstammen.
Kata schult, Koordination, Balance, Timing, Konzentration, Verständnis für Kampfprinzipien
Sie ist das Herzstück des Karate. Sie bewahrt die Tradition und das technische Wissen unseres Stils.
3. Kumite (Partnerübungen)
Kumite bedeutet so viel wie verbundene Hände. Hierbei handelt es sich um das Partnertraining.
Dabei werden die Übenden auf sichere Weise, Schritt für Schritt von einfachen, klar strukturierten Formen bis hin zum freien Kämpfen geführt.
Kumite entwickelt Reaktionsvermögen, Timing, Distanzgefühl, Kontrolle, Mut und Selbstsicherheit
Das Ziel ist dabei die volle Kontrolle über sich und seine Technik zu erlangen und nicht der Sieg über oder das Verletzen des Gegners.
4. Bunkai und Selbstverteidigung
Neben den traditionellen Säulen Kihon, Kata und Kumite spielen bei uns im Dôjô zwei weitere Bereiche eine wichtige Rolle: Bunkai und praktische Selbstverteidigung (Goshin-Jutsu). Beide ergänzen das technische Training und machen die im Dojo erlernten Bewegungen im Alltag verständlich und anwendbar.
Bunkai (wörtlich übersetzt Analyse)
Während durch die Kata der Ablauf die oben genannten Aspekte geübt werden, dient das Bunkai dazu, zu erlernen, wie wir diese Techniken in der Realität anwenden können.
Hier werden die Techniken aus der Kata in Selbstverteidigungsszenarien als Hebel, Würfe, Kontertechniken und Befreiungen angewandt.
Selbstverteidigung (Goshin-Jutsu)
Aus der Anwendung der Karatetechniken im Bunkai ergibt sich auch die Selbstverteidigung.
Im Training der Selbstverteidigung werden unsere Karatetechniken als möglichst einfache, effektive Verteidigungsbewegungen, Befreiungen aus Griffen und Haltegriffen, Verteidigung gegen Schläge, Tritte oder Umklammerungen usw. unterrichtet.
In der Selbstverteidigung geht es nicht darum möglichst viele, komplizierte Techniken zu erlernen, sondern wenige, einfache, aber leicht zu automatisierende Strategien zu erarbeiten.
Unter Stress und Angst ist es wichtig wenige, effektive und leicht anzuwendende Techniken zu beherrschen.
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